Stimmpflege im Winter – Yoga teachers edition

Bei uns sind die Temperaturen die letzten Tage wirklich eingebrochen, in Schulprojekten freuen sich die Kinder schon auf Schnee. Und auch stimmlich macht sich dieser Wetterumschwung bemerkbar! Mit dem veränderten Wetter ist unsere Stimme anderen Belastungen ausgesetzt – besonders für Yogalehrerinnen, die täglich viele Stunden sprechen, Hinweise geben und Atmosphäre schaffen möchten.

Im Winter ist die Luft generell trockener – sowohl draußen als auch in Innenräumen. Das kann dafür sorgen, dass auch unsere Schleimhäute austrocknen. Und die wollen wir ja eigentlich immer schön feucht und geschmeidig halten. Trockene Schleimhäute führen schneller zu Heiserkeit, einer zittrigen Stimme oder dem bekannten Frosch im Hals – typische Herausforderungen im Yogaunterricht. Die Kälte draußen hat auch Auswirkungen auf die Spannung in unserem Körper; wir neigen bei Kälte zu Verspannungen, besonders im Hals- und Schulterbereich. Diese Anspannung wirkt sich direkt auf unser Sprechen aus. Und auch nicht zu unterschätzen: Wir sind einer viel höheren Belastung an Krankheitserregern ausgesetzt – überall um uns herum hustet und niest es.

Bei allem rund um die Stimme bin ich ganz klar Team „Vorbeugen ist besser als Pflastern“, denn wenn die Stimme erst einmal angeschlagen ist, lassen sich die Probleme oft nicht so einfach beheben. Der Grund: Yoga unterrichten ist ein extrem stimmintensiver Beruf. Viele Yogalehrerinnen berichten, dass ihre Stimme beim Demonstrieren bricht, dass Teilnehmende Hinweise nicht verstehen oder dass sie mehrere Stunden hintereinander nicht stimmlich durchhalten. Und – Hand aufs Herz – für ein paar Tage oder Wochen die Stunden abzusagen, damit sich die Stimme erholen kann, tut ganz schön weh. Ich spreche da aus Erfahrung!

Wenn Du Deine Stimme im Yogaunterricht schützen, die Qualität Deiner Hinweise verbessern und stimmliche Ermüdung vermeiden möchtest, helfen Dir diese praktischen Tipps.


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Frederike steht vor einer hellen Holzwand und hat ihre lange Hand auf ihr Herz gelegt

Meine Tipps für die Stimmpflege in der kalten Jahreszeit

1. Halte Deinen Hals warm

Trage Schals und Tücher, sobald Du rausgehst! Wenn Dein Hals verspannt ist, kann der Kehlkopf nicht frei schwingen. Das führt zu Druck beim Sprechen, flacher Atmung oder einer zittrigen Stimme – besonders beim Anleiten von Entspannung oder Meditation. Sorge für entspannte Muskulatur und gönn Dir Massage, Wärme oder ein paar Minuten auf der Akupressurmatte.

2. Halte Deine Schleimhäute feucht

Trink viel Wasser und Tee, nutze Raumbefeuchter oder Diffusoren, lutsche halsfreundliche Bonbons oder inhaliere sanft. Feuchte Schleimhäute reduzieren das Risiko, dass Deine Stimme wegbricht oder dass Du ständig das Gefühl hast, Dich räuspern zu müssen.

3. Vermeide Ansteckungsgefahren

Als Yogalehrerin nicht leicht – gerade beim Assisten oder beim Anleiten von Pranayama. Jede zusätzliche Atemluft, die Du abbekommst, kann Deine Stimme reizen und zu Heiserkeit führen. Lüfte regelmäßig und achte auf ausreichende Pausen.

4. Wärme Deine Stimme extra gut auf

Vor einem Workout wärmst Du Dich auf – Deine Stimme braucht das auch. Besonders wenn Du vorher in der Kälte warst oder mehrere Klassen hintereinander unterrichtest. Ein Kaltstart führt zu unnötigen Belastungen und schneller stimmlicher Ermüdung.

5. Entspanne Deine Stimme nach der Stunde

Summen, Lippenflattern, Gähnen – alles, was Dein System entlastet. So reduzierst Du die typische Heiserkeit nach langen Unterrichtseinheiten oder intensiven Hinweis-Sequenzen.

6. Vorsicht mit Kerzen und Raumdüften

Viele Kerzen trocknen die Luft zusätzlich aus. Bestimmte ätherische Öle können Schleimhäute reizen. Reizungen führen schnell dazu, dass die Stimme bricht oder Deine Atemführung unruhig wird – besonders in Entspannungsphasen.

7. Sei klar und transparent mit Deinen Yogis

Bitte Deine Teilnehmenden, bei Erkältung zu Hause zu bleiben – besonders im Kinder-Yoga-Kontext. Gerade Kinder-Yogalehrerinnen berichten oft, dass laute Umgebungen und viel Bewegung stimmlich extrem fordernd sind. Und: Bleib auch selbst zu Hause, wenn Dein Hals schon kratzt.

8. Atme durch die Nase – und vermeide Ujjayi draußen

Ujjayi und Mundatmung lassen kalte Luft ungefiltert auf Deine Stimmlippen treffen. Das begünstigt Heiserkeit und kann dazu führen, dass Deine Stimme in der Entspannung wegbricht.

9. Pflege, Pflege, Pflege

Salbeitee, Ingwertee, Massagen, Summen – alles, was Deiner Stimme gut tut. Gerade wenn Du das Gefühl hast, Deine Stimme klingt müde, brüchig oder Du musst ständig schlucken.

10. Bitte nicht räuspern

Räuspern reizt die Stimmlippen extrem. Viele Yogalehrerinnen räuspern sich unbewusst vor wichtigen Hinweisen – was die Stimme schwächt und Unsicherheit verstärkt. Sanftes Hüsteln, Summen oder lauwarmes Wasser wirken besser und schonen Deine Stimme langfristig.


Mehr Leichtigkeit für Deine Stimme im Yogaunterricht

Wenn Du beim Unterrichten oft unsicher bist, Deine Stimme bricht, Du die Teilnehmenden in der letzten Reihe nicht erreichst oder Du das Gefühl hast, eine „bestimmte Yogalehrerinnen-Stimme“ nutzen zu müssen, liegt das selten an Dir – sondern fast immer an Technik und Training.

Vermeide typische Stolperfallen beim Sprechen und lerne, das volle Potential Deiner Stimme auszuschöpfen.

Das alles lernst Du in meinem Onlinekurs True Tone Teaching – inklusive Übungen, Reflexionen und praxisnahen Tools für eine tragfähige, warme und belastbare Stimme im Yogaunterricht.

Wenn Du Dich bewusst um Deine Stimme kümmerst, kannst Du viele Probleme wie Ermüdung, den Frosch im Hals oder Halskratzen verhindern. Ich finde es immer wieder erstaunlich, dass wir Yogalehrerinnen so sehr auf unsere Stimme angewiesen sind, aber das Thema in Teacher Trainings kaum vorkommt.

Stimmpflege im Yoga ist nicht nur Selbstfürsorge, sondern auch ein wichtiger Business-Faktor. Jede ausgefallene Stunde wegen Heiserkeit kostet Dich als Yogalehrerin echtes Geld.

Alles Liebe,
Deine Frederike


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