Mein liebster Moment in Theaterinszenierungen ist nicht die laute Massenszene, nicht der große Sprechchor und auch nicht die Musik mit cooler Choreografie.
Es ist die Stille danach.
Die Ruhe zwischendurch.
Der Moment, in dem die Stille so laut ist, dass ich das Atmen hören kann.
Es sind genau diese Momente, in denen alles nachklingt. In denen ich wieder bei mir ankomme. In denen ich beobachten kann, was das Gesehene, Gesagte und Erlebte in mir ausgelöst hat. Ein Moment zum Nachklingen.
Und mein liebster Moment in Yogastunden ist – Du ahnst es bereits – ebenfalls die Stille.
Der Raum, in dem Worte wirken dürfen.
Der Raum, in dem ich nachfühlen kann.
Der Raum, in dem ich verstehe, was meine Lehrerin gerade gesagt hat.
Der Raum, in dem ich kurz bei mir einchecke und wahrnehme, wie ich jetzt gerade hier bin.
Die Stille ist es, die Worten erst Bedeutung verleiht.
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Warum Sprechpausen im Yoga so kraftvoll sind
Und genau deshalb möchte ich Dich, liebe Yogalehrerin, einladen – oder besser gesagt: ermutigen.
Schenk Deinen Yogi*nis Pausen von Deinen Worten.
Gib Raum zum Nachspüren.
Lass das Gesagte wirken.
Denn nur so können Hinweise, Bilder und Impulse ihre volle Kraft entfalten.
Und Deine Worte haben Bedeutung. So, so viel Bedeutung. Du musst ihnen nur Raum geben, gehört, verarbeitet und verstanden zu werden.
Gerade im Yogaunterricht, in dem wir viel erklären, anleiten, korrigieren und Atmosphäre schaffen möchten, gilt: Weniger ist mehr – auch beim Sprechen.
Yoga ist ein Rausch der Sinne – Stille schafft Ausgleich
Eine Yogaklasse kann unglaublich bereichernd sein.
Und gleichzeitig ist sie oft ein wahrer Rausch der Sinne.
Wir fühlen, sehen, riechen, hören.
Der Körper arbeitet, der Atem verändert sich, Gedanken tauchen auf und verschwinden wieder. All das will verarbeitet werden.
Kein Wunder also, dass zu viele Worte schnell überfordern können.
Gerade dann, wenn Teilnehmende ständig nach vorne oder zu anderen schauen, weil sie die Cues akustisch nicht richtig verstehen. Oder wenn sie sich im Flow verlieren, weil zu viele Informationen gleichzeitig auf sie einprasseln.
Eine bewusste Sprechpause kann hier wie ein Anker wirken.
Ein Moment der Ruhe.
Ein Moment zum Sortieren.
Ein Moment zum Ankommen.
Was Sprechpausen für Dich als Yogalehrerin bewirken
Sprechpausen sind nicht nur ein Geschenk für Deine Yogi*nis –
sie sind auch ein Geschenk an Dich selbst.
Auf mentaler Ebene bekommt Dein Gehirn eine Pause. Du musst nicht dauerhaft überlegen, was Du als Nächstes sagen könntest. Das nimmt Druck und reduziert Unsicherheit – gerade dann, wenn Du glaubst, einem bestimmten Bild davon entsprechen zu müssen, wie Yogalehrerinnen klingen sollten.
Auf körperlicher Ebene ist Sprechen im Yogaunterricht Hochleistungssport für Deine Stimme. Rund 100 Muskelnsind daran beteiligt. Und trotzdem sprechen viele Yogalehrerinnen 60, 75 oder sogar 90 Minuten fast ohne Pause.
Kein Wunder also, dass Themen wie stimmliche Ermüdung, Heiserkeit, ein Frosch im Hals oder eine zittrige Stimme auftreten – besonders dann, wenn mehrere Stunden hintereinander unterrichtet werden oder in lauter Umgebung, wie im Kinder-Yoga.
Sprechpausen schenken Deiner Stimme kurze Regenerationsphasen.
Sie helfen, Stimmermüdung vorzubeugen.
Und sie sorgen dafür, dass Deine Stimme auch in der letzten Reihe noch tragfähig bleibt – ohne Druck, ohne Anstrengung.
Wie viele Cues braucht es wirklich?
Natürlich braucht es eine gewisse Basis an Cues, damit Deine Stunde gut verständlich ist. Deine Yogi*nis müssen wissen, was sie tun sollen und wie sie sich orientieren können.
Und ja: Ein bisschen mehr kann eine Stunde vertiefen, ein Thema transportieren oder zur Reflexion einladen.
Doch alles, was darüber hinausgeht, kippt oft.
Dann werden aus hilfreichen Hinweisen inhaltsleere Floskeln, Füllwörter oder zu detaillierte Anweisungen, die eher verwirren als unterstützen.
Gerade neue Yogalehrerinnen erleben hier häufig Unsicherheit:
Ist das genug?
Sollte ich noch mehr sagen?
Muss ich meine Stimme noch mehr einsetzen?
Dabei liegt die Kraft oft genau in der Lücke dazwischen.
Mut zur Stille – auch wenn sie sich ungewohnt anfühlt
Ich weiß, wie herausfordernd Stille sein kann.
Gerade dann, wenn Glaubenssätze mitschwingen wie „Ich bin nicht genug“ oder „Ich muss mich noch beweisen“.
Dann neigen wir dazu, immer mehr zu machen.
Mehr zu sprechen.
Mehr zu erklären.
Mehr zu füllen.
Doch was, wenn Du bereits genug bist – und Deine Worte durch unsichere Floskeln eher an Kraft verlieren?
Was, wenn die Ruhe zwischendurch Deinen Hinweisen noch mehr Tiefe schenkt?
Was, wenn Deine Stimme in der Stille erst richtig wirken darf?
Was bewusste Sprechpausen bewirken können
Sprechpausen …
- verbessern die Verständlichkeit Deiner Anleitung
- lassen Deine Worte nachklingen und schenken ihnen mehr Bedeutung
- reduzieren Reizüberflutung in der Yogastunde
- laden zum Nachspüren und Reflektieren ein
- vermitteln Kompetenz, Klarheit und Sicherheit
- schenken Dir und Deinen Yogi*nis Entspannung
- sorgen für kurze Regenerationsphasen für Deine Stimme
- beugen Stimmermüdung und Heiserkeit vor
- helfen Dir, auch mehrere Stunden hintereinander stimmlich durchzuhalten
- unterstützen eine ruhige, tragfähige Stimme – auch in Entspannungsphasen
Die Magie der Stille im Yoga
Und mit der Stille entstehen oft die schönsten Momente:
die Ruhe nach dem Sonnengruß-Sturm,
ein stiller Atemzug mitten im Flow,
Zeit zum Nachspüren in Savasana,
drei bewusste Atemzüge zu Beginn der Stunde.
Momente, in denen nichts gesagt werden muss – und doch alles gesagt ist.
Möchtest Du Deine Stimme bewusster einsetzen?
Wenn Du lernen möchtest, wie Du mit weniger Worten mehr Wirkung erzielst, Deine Stimme langfristig gesund hältst und Cues klar, tragfähig und entspannt gibst, dann findest Du in meinem Onlinekurs True Tone Teaching eine fundierte, praxisnahe Begleitung.
Dort lernst Du unter anderem:
- wie Du Atmosphäre mit Deiner Stimme erzeugst
- wie Du Entspannungen anleitest, ohne dass Deine Stimme wegbricht
- wie Du Unsicherheit reduzierst und Deinen eigenen stimmlichen Ausdruck findest
- wie Du Deine Stimme nachhaltig schützt – auch bei vielen Stunden pro Woche
Was sind Deine liebsten Momente der Stille im Yoga?
Ich bin gespannt.
Alles Liebe,
Frederike
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